Korrektur und Bewertung von Klassenarbeiten
In einer Klassenarbeit kann eine bestimmte Anzahl von Rohpunkten (RP) erreicht werden, im Formenteil 1 RP pro Einzelleistung (z.B. Formenbestimmung 1 RP, Umwandlung der Form 1 RP, Übersetzung der Form 1 RP), im Übersetzungsteil 1 RP pro Wort.
Die Maximalzahl der RP bildet das „Konto“ des Schülers, von dem er durch Fehlerpunkte „abhebt“:
Im Formenteil kostet jede nicht erbrachte Leistung 1 Punkt. Für den Übersetzungsteil gilt - nach Art und Schwere - folgende Bewertung von Fehlern:
Lernziel |
Abkürzung |
leicht |
mittel |
schwer |
bes. gut |
Orthographie
(lat. ) |
Orth. |
0 |
0 |
0 |
0 |
Vokabular |
Voc/Vok/W |
–1 |
–3 |
–5 |
0 |
Formenlehre
(Grammatik) |
Gr
Kas, N, Gen
Pers, M, Tp
GenV, Stf |
–1 / –2 |
–3 |
–5 |
0 |
Konstruktion |
K, Bez |
–2 |
–4 |
–6 |
0 |
Textverständn. |
TV |
–2 |
–4 |
–6 |
+1 bis +4 |
Deutsche Spr. |
Z, R
A, DGr, Sb, Zt |
0
0 |
0
–1 |
0
–2 |
0
+1 / +2 |
Leichte Fehler stören den Sinn des einzelnen Wortes, mittlere den eines kurzen Sinnabschnitts. schwere Fehler sind meistens Ansammlungen von Einzelfehlern („Fehlernester“).
Fehlerkombinationen werden in der vermuteten Reihenfolge ihres Entstehens notiert, z.B. „Gr Bez“: ein Grammatikfehler führt zu einem Beziehungsfehler.
Erklärung der Korrekturabkürzungen:
Orth, Vok, Gr, K, TV siehe Tabelle
Kas: Kasus; N: Numerus (Sing./Pl.); Gen: Genus (mask./fem./neutr.); Pers: Person; M: Modus (Indik./Konjunkt./Imperat.); Tp: Tempus (im Lat.); GenV: Genus Verbi (Aktiv/Passiv); Stf: Stammform; Bez: Beziehung (meist KNG); Sb: deutscher Satzbau; DGr: deutsche Grammatik; A: Ausdruck; ZV: Zeitverhältnis ; R: deutsche Rechtschreibung; Z: Zeichensetzung (deutsch).
Am Ende wird durch Subtraktion der Fehlerpunkte von den RP festgestellt, wieviele Punkte dem Schüler auf dem „Konto“ verblieben sind, z.B. 73/96 = 76% (es wurden 73 von 96 RP, d.h. 76% erreicht).
Schließlich werden die erreichten Prozentpunkte in Noten umgerechnet.
(Wichtig!: Dies ist ein Schema, von dem je nach Gruppierung der Leistungen und Ausfall der Arbeit abgewichen werden kann)
Arbeitsergebnisse
100-98 % |
sehr gut (1) |
97-95 % |
sehr gut (1–) |
94-92 % |
gut (2+) |
91-89 % |
gut (2) |
88-86 % |
gut (2–) |
85-83 % |
befriedigend (3+) |
82-80 % |
befriedigend (3) |
79-77 % |
befriedigend (3–) |
76-74 % |
ausreichend (4+) |
73-71 % |
ausreichend (4) |
70-67 % |
ausreichend (4–) |
66-60 % |
mangelhaft (5+) |
59-52 % |
mangelhaft (5) |
51-45 % |
mangelhaft (5–) |
44-0 % |
ungenügend (6) |
Wie berichtige ich eine Lateinarbeit?
Ein kleiner Leitfaden
Für die Zensur sind nur die Fehler wichtig, die durch eine kleine Zahl gekennzeichnet sind (z.B. Gr2). Die Zahl gibt die Punktzahl an, die von der Gesamtpunktzahl abgezogen wird.
Rechtschreib- (R) und Zeichensetzungsfehler (Z) werden nicht gewertet.
Alle Fehler müssen jedoch berichtigt werden, auch die, die nicht „zählen“.
Die Übersetzungsfehler müssen im ganzen Satz berichtigt werden (ohne ... oder andere Auslassungszeichen).
Bei schlechter äußerer Form oder bei einer Zensur, die schlechter ist als „Ausreichend (4)“, wird die gesamte Arbeit abgeschrieben.
Die Arbeiten werden vor der Rückgabe ausführlich im Unterricht besprochen; die Schüler haben die Gelegenheit, die korrekten Lösungen in ihr Schul-/Hausheft zu schreiben, um zu Hause die Berichtigung überprüfen zu können.
Das bedeutet, dass in einer Berichtigung keine Fehler mehr sein können und dürfen!
Noch Fragen? Vs fragen! |